IO-Link Debugging in Entwicklung und Test

03. Feb 2026

IO-Link Debugging in Entwicklung und Test

IO-Link Debugging in der Praxis: Signalformen messen mit dem IO-Link Signal Exposer und Kommunikation analysieren mit dem IO-Link Spy – reproduzierbar und ohne Improvisation.

Wer IO-Link Geräte entwickelt oder testet, kennt zwei wiederkehrende Fragen:

  1. Wie sieht das physikalische Signal wirklich aus?

  2. Was passiert auf Protokoll- und Kommunikationsebene?

In der Praxis müssen beide Ebenen betrachtet werden. Dennoch werden sie häufig mit improvisierten Lösungen analysiert. Kabel werden aufgetrennt, Adapter gebaut oder Messungen nur einmalig durchgeführt. Das kostet Zeit und ist selten reproduzierbar.

Für Messungen auf Signalebene werden definierte Zugriffspunkte benötigt.
Gerade bei der Analyse von:

  • Signalqualität
  • Pegeln und Flanken
  • Störungen
  • Timing auf physikalischer Ebene

    ist ein direkter Anschluss von Oszilloskop oder Logic Analyzer erforderlich.

    Der IO-Link Signal Exposer ist eine einfache Helferplatine für genau diesen Zweck.
    Er wird zwischen IO-Link Master und Device gesteckt und stellt alle relevanten Signale über klar definierte Messpunkte zur Verfügung.

    Typische Merkmale:

    • zwei M12-Steckverbinder (Master / Device)
    • dedizierte Abgriffspunkte für Messgeräte
    • LEDs zur schnellen optischen Kontrolle der Signale

      Damit lassen sich IO-Link Signale messen, ohne Leitungen aufzutrennen oder individuelle Adapter zu bauen. Messungen bleiben reproduzierbar und können jederzeit unter gleichen Bedingungen wiederholt werden.

      Neben der Signalform ist häufig die Kommunikation selbst entscheidend.
      Sporadische Fehler, Timing-Probleme oder unerwartete Zustände lassen sich oft nicht im Labor nachstellen und treten nur im realen Betrieb auf.

      Der IO-Link Spy ermöglicht es, IO-Link Kommunikation passiv im laufenden Betrieb mitzuschneiden.
      Er wird direkt auf die IO-Link-Leitung geklippt und liest die Signale kontaktlos mit, ohne die Kommunikation zu beeinflussen oder zu unterbrechen.

      Die aufgezeichneten Daten werden an eine PC-Software übertragen und können dort analysiert werden, unter anderem:

      • auf Byte- und Frame-Ebene
      • auf Protokollebene
      • auf Anwendungsebene (IODD-basiert)
      • inklusive zeitlicher Analyse von Requests und Responses

        Gerade bei selten auftretenden Fehlern ist dieser Ansatz entscheidend, da die Anlage während der Analyse weiterlaufen kann.

        Zwei Werkzeuge, ein Debug-Ansatz

        Signal Exposer und IO-Link Spy adressieren unterschiedliche Ebenen, ergänzen sich aber im Debug-Alltag:

        • IO-Link Signal Exposer
          Zugriff auf das physikalische Signal, Messungen mit Oszilloskop oder Logic Analyzer, reproduzierbare Tests.

        • IO-Link Spy
          Analyse der IO-Link Kommunikation im laufenden Betrieb, insbesondere bei sporadischen oder zeitabhängigen Fehlern.

        Zusammen ermöglichen sie eine durchgängige Analyse vom elektrischen Signal bis zur interpretierten IO-Link Kommunikation.

        Typische Einsatzbereiche

        Die Kombination beider Werkzeuge eignet sich besonders für:

        • IO-Link Geräteentwicklung
        • Applikationstest und Validierung
        • Fehlersuche bei sporadischen Kommunikationsproblemen
        • Analyse von Signalqualität und Timing
        • Schulung und Demonstration von IO-Link Verhalten

        Effizientes IO-Link Debugging erfordert sowohl sauberen Zugriff auf das Signal als auch Transparenz auf Kommunikationsebene.
        Mit dem IO-Link Signal Exposer und dem IO-Link Spy stehen dafür zwei praxisnahe Werkzeuge zur Verfügung, die ohne Improvisation auskommen und reproduzierbare Ergebnisse liefern.

          Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen