12. Jan 2026
IO-Link Spy
Jeder, der mit IO-Link in realen Maschinen arbeitet, kennt diese Situation:
Das System ist grundsätzlich stabil, aber von Zeit zu Zeit erscheint eine Diagnosemeldung. Kommunikation unterbrochen. Zeitüberschreitung. Gerät reagiert nicht. Ein Reset hilft – für eine Weile. Dann tritt das Problem Tage später wieder auf.
In vielen Fällen handelt es sich dabei nicht um ein Verdrahtungsproblem, sondern um ein Timing-Problem zwischen Master und Gerät. Und genau diese Probleme sind am schwierigsten zu lokalisieren. Sie treten selten auf, lassen sich nicht erzwingen und verschwinden oft, sobald man mit der Messung beginnt.
Klassische Inline-Analysatoren sind hier nur bedingt hilfreich. Man zieht das Kabel ab, steckt das Werkzeug ein, startet die Maschine neu – und schon ist die ursprüngliche Situation verschwunden. Im Labor lässt sich das Problem in der Regel nicht reproduzieren.

Was Sie in diesen Fällen wirklich brauchen, ist eine Möglichkeit, die Kommunikation zu erfassen, während die Maschine weiterläuft.
Genau hier kommt der IO-Link Spy ins Spiel.
Er wird einfach auf das vorhandene IO-Link-Kabel geklemmt und zapft das Signal passiv ab. Keine Unterbrechung, kein Einfluss auf das Timing, keine Auswirkungen auf den Maschinenbetrieb. Die erfassten Daten werden auf einen PC übertragen und können detailliert analysiert werden – einschließlich Timing, Anfragen, Antworten und Protokollverhalten.
So lassen sich seltene Effekte erkennen, die nur im realen Betrieb auftreten: verzögerte Antworten, unerwartete Sequenzen oder Protokollunregelmäßigkeiten, die nur gelegentlich auftreten. Und vor allem sehen Sie sie, wenn sie tatsächlich auftreten.
Für Inbetriebnahme-, Service- und Testumgebungen macht dies einen echten Unterschied. Die Maschine läuft weiter, während die Ursache analysiert wird. Aus einer vagen Diagnosemeldung wird eine klare, datenbasierte Erklärung.
Wer noch tiefer in die Protokoll und Fehleranalyse einsteigen möchte, kann unser Diagnosis-Tool einsetzen.